Schöner Wäldchestag endete mit einer Dusche

Im Grünen sitzen, Freunde treffen, etwas essen, trinken und einem kleinen Programm zusehen, so läuft der Wäldchestag in Sindlingen. Am Dienstag nach Pfingsten lud der Turnverein wie jedes Jahr dazu ein, ein paar gemütliche Stunden in schöner Atmosphäre zu verbringen. Und wie allzu oft endete alles mit einer kalten Dusche.

Bevor das Gewitter mit heftigen Regengüssen einsetzte, herrschten sommerliche Temperaturen am Turnerheim. Das waren gute Voraussetzungen für die Vorführungen verschiedener Jugendgruppen. Den Auftakt machte die Eltern-Kind-Gruppe. Die Kinder im Alter von eins bis vier balancierten vorwärts und rückwärts über eine Bank, teils alleine, teils an der Hand ihrer Eltern. Am Ende angekommen, sprangen sie ab oder zeigten mit einem Purzelbaum, dass sie sicher nicht zu denen gehören, die im Sportunterricht über die eigenen Füße fallen.

Das gilt auch für die Zumba-Kids, die von Jahr zu Jahr besser werden. Trainerin Maria Eckmann-Campo zeigte mit den Mädchen eine fetzige Choreografie, für die es viel Beifall gab. Den erhielten auch die Gaststars vom Sindlinger Karnevalverein. Dessen Garden nutzen die TVS-Sporthalle für ihr Training. Als Ausdruck der Verbundenheit zwischen den Vereinen sagten sie gerne zu, als sie gefragt wurden, ob sie am Wäldchestag auftreten wollten. Die jüngste Garde „Purzel“ zeigte ihren Schautanz „Heidi“, die etwas älteren Tanzkäfer den Tanz „Hüttengaudi“. Zum Abschluss beeindruckte die große Jugendgruppe der TVS-Judoka mit einer Vorführung verschiedener Techniken.

Für Erwachsene bot Übungsleiterin Renate Geißler eine Einführung ins Faszien-Training an. Faszien sind das Bindegewebe, und neuere Studien zeigen, dass sie wesentlich sind für Beweglichkeit und Wohlbefinden. Nur, wenn Muskeln, Haut und Faszien untereinander flexibel und beweglich sind, ist der Körper im Einklang mit sich selbst. Das kann sogar Rückenschmerzen und andere Störungen lindern oder beheben. „Ich nenne das Körperpflege“, sagt Renate Geißler: Durch das Dehnen und die Stärkung des Gleichgewichtssinns sowie des unbewussten Zusammenspiels im Körper durch langsame, sanfte, ineinander fließende Bewegungen fühlen sich die Aktiven dieses Trendsports rundum wohl in ihrer Haut.

Nach diesem kleinen Exkurs mit praktischen Übungen im Turnerheim nahmen alle wieder gerne auf den Bänken davor Platz, um den Wäldchestag gemütlich ausklingen zu lassen. Für die Bewirtung sorgte die Handballabteilung, deren Mitglieder sich am Grill und in der Getränktegondel abwechselten. Die letzte Schicht jedoch brauchte gar nicht mehr anzutreten. Ein Gewitter setzte dem schönen Treiben gegen 19 Uhr ein abruptes Ende. hn

 

 

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Tanz voll Eleganz

Gepflegtes Vergnügen im Licht der Kronleuchter

Kronleuchter streuen funkelndes Licht in den Saal. Über die Wand huschen Lichtspiele. Die Tische sind festlich dekoriert. Elegant gekleidete Frauen und Männer füllen nach und nach den nicht wiederzuerkennenden Saal des Gemeindehauses der katholischen Gemeinde St. Dionysius: Der 15 „Kristallball“ des Turnvereins Sindlingen macht seinem Namen Ehre.

Tanzlehrerin Jeanette Kellner hatte dieses Mal die Organisation übernommen und ein einsatzfreudiges Team aus ehrenamtlichen Helfern hinter sich, das bereits beim Sektempfang, gesponsert vom Weingut Zehmer aus Bad Keuznach, die Gäste auf den besonderen Abend einstimmte.

„Déja Vue“, die Tanzband aus Kriftel, sorgte nach den ersten Takten für eine volle Tanzfläche. So blieb es auch bis spät in die Nacht. „Die Band reißt die Leute immer von den Stühlen“, schwärmt Jeanette Kellner. Ob Rumba, Cha-Cha oder Walzer: Kaum jemand blieb sitzen. „Déja Vue“ war zum wiederholten Mal in Sindlingen und soll auch nächstes Jahr wieder gebucht werden.

Als die Band Pause machte, blieb die Tanzfläche nicht lange leer. Sechs Tänzer führten ihre Partnerinnen wie Spieler der Augsburger Puppenkiste zu Musik der 50er und 60er Jahre in den Saal. Mit Schwarzlicht angestrahlt, tanzten die Paare durch den abgedunkelten Raum, erhellt nur durch Leuchtstäbe, die das Publikum schwenkte. Ein gelungener Auftakt der „Sindlinger Puppenkiste“, vorgeführt durch die Mittwoch-1-Tanzgruppe des Vereins. Dies war der Beginn eines anspruchsvollen Programms, das durch die Mittwoch-2-Tanzgruppe in der nächsten Tanzpause mit einer ChaCha- und Busstop-Show fortgesetzt wurde.

Einen Hauch der Karibik vermittelte die Tanzgruppe der Heddemer Käwwern als Piraten dem begeisterten Publikum. Doch damit nicht genug. Den Höhepunkt des Abends stellte der Auftritt der Formationsgemeinschaft RheinMain aus Hofheim dar. Die Lateinshow war Teil des Programms, das die Gruppe zur Meisterschaft in der Regionalliga Süd führte. Aufgrund ihrer Meisterschaft ist die Formation nun beim Wettbewerb um den Aufstieg in die zweite Bundesliga am 19. Mai in Coburg mit dabei.

Zwischendurch aber gehörte die Tanzfläche den Besuchern, die die seltene Gelegenheit, auf einem Ball in Sindlingen zu tanzen, ausgiebig nutzten. Die Organisatoren bekamen viel Lob zu hören. Sowohl die Lichttechnik, für die wieder Hans Oczko und Dirk Zimmermann alias „hansbare musik“ zuständig waren, als auch die aufwendige und ansprechende Dekoration wurden allgemein bewundert. Der freundliche Service, die gute Musik, die leckeren Speisen und die großartige Stimmung taten ein Übriges, den Abend zu einem Erlebnis zu machen. Sg

 

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Handballer mit Herz und Seele

Hans Brunnhöfer wird für seinen enormen Einsatz zum Ehrenvorsitzenden ernannt

Spieler, Schiedsrichter, Abteilungsleiter, Klassenleiter, Vereinsvorsitzender: Dem Handball war Hans Brunnhöfer zeitlebens sehr verbunden. Und das immer im gleichen Club, dem Turnverein Sindlingen. Zum Dank für dieses lebenslange Engagement ernannte der TVS den 75-Jährigen nun zum Ehrenvorsitzenden.

Vor ihm wurde diese Ehre nur Günther Stieglitz zuteil, Vorsitzender bis 1990 und Motor der Erweiterung und Modernisierung des Turnerheims. Auch in der Vita seines Nachfolgers Hans Brunnhöfer als Vorsitzender steht ein Bauvorhaben, nämlich das der vereinseigenen Sporthalle, die 2011 eingeweiht wurde.

Damit erfüllte sich für die Handballer ein lang gehegter Wunsch. „Als ich 1960 mit dem Handball anfing, gab es kaum Hallen. Wir spielten Feldhandball“, sagt Hans Brunnhöfer, der als 18-Jähriger direkt in die Herrenmannschaft eintrat. Anders als viele Sindlinger Kinder war er vorher nicht im Turnverein zum Turnen gewesen. „Mein Bruder Arno hat mich überredet, zum Handball mitzugehen“, erinnert er sich. Der Sport gefiel ihm, er blieb dabei. „Die erste Hallenberührung hatten wir durch die McNair-Kaserne“, sagt Hans Brunnhöfer. Dort durften die Sindlinger ab und zu Turniere austragen. Die Punktrunden aber fanden nach wie vor im Sommer auf dem Großfeld statt. Später kam eine Kleinfeldrunde hinzu. Deren Sieger qualifizierten sich für eine Hallenrunde im Winter. „Die haben wir in Sachsenhausen ausgetragen“, erzählt der Ehrenvorsitzende.

In der Nähe gab es sonst keine Frankfurter Hallen. Später gelang es dem Turnverein, der Anordnung des Hessischen Handballverbandes zu widerstehen, als Frankfurter Verein vom Kreis Main-Taunus in den Kreis Frankfurt zu wechseln. Der Turnverein Sindlingen spielte fortan gegen erhebliche Widerstände widerrechtlich weiter im Main-Taunus-Kreis. Die Wege waren einfach kürzer, die Krifteler Kreissporthalle diente als Heimspielstätte. Erst mit dem Bau des Höchster Bikuz und der Stadthalle Zeilsheim entspannte sich die Lage. Trotzdem gab es immer wieder Engpässe. Das ist dank der eigenen Halle nun vorbei.

Von Anfang an mehr als nur Spieler

Hans Brunnhöfer spielte erste und zweite Mannschaft und danach bis 1995 Altherren. Er fing auch gleich an zu pfeifen. „Ich habe das gerne gemacht und hatte keine negativen Erfahrungen“, berichtet er. Nach etwa zehn Jahren ließ Brunnhöfer die Pfeife in der Tasche. Stattdessen leitete er die Handballabteilung, 22 Jahre lang. Außerdem übernahm er 1980 die Aufgaben eines Klassenleiters und versieht sie immer noch. „Dieses Jahr höre ich aber nach 38jähriger Klassenleitertätigkeit auf“, sagt der 75-Jährige.

1990 vollzog sich ein Generationswechsel im Turnverein. Hans Brunnhöfer wurde Vorsitzender und Handball-Torwart Michael Sittig Vize. Später „tauschten“ sie, seit 2002 ist Michael Sittig Vorsitzender und Hans Brunnhöfer war Vize bis März 2018. Aber natürlich führt der Sportler auch ein Leben außerhalb des Vereins. Der Sindlinger legte 1962 das Abitur ab, studierte Biologie und Chemie und promovierte 1968. Das Staatsexamen erwarb er ein Jahr später zusätzlich.

Überhaupt war 1969 ein bedeutsames Jahr. Hans Brunnhöfer heiratete seine Studienfreundin Doris und fing als Ausbilder bei der Hoechst AG an. „Zuerst hat man mich aber in die Forschung geschickt. Das war ein Glücksfall“, sagt er. Die biologische-medizinische-pharmazeutische Forschung war spannend. Viele Kontakte knüpfte er in jenen Jahren. Als Ausbildungsleiter kümmerte er sich stark um die Weiterbildung der Angestellten.

„Ich war aber auch für die biologische Ausbildung, die Biolaboranten und Tierpfleger, verantwortlich“, berichtet er. Hoechst hatte damals ein Riesenspektrum an Aus- und Weiterbildungen im Programm, vom Facharbeiter bis zum Diplom-Ingenieur. Die Prüfungen auf Techniker- und Diplom-Ingenieur-Ebene wurden extern an den Fach- und Fachhochschulen abgenommen.

Professor und Leiter der Ausbildung

Hans Brunnhöfer pflegte daher intensive Kontakte zur Fachhochschule Gießen, an der er auch seit 1983 lehrte, sowie zu den Fachhochschulen Darmstadt und Rüsselsheim. Er führte in Gießen das Fachgebiet Bio- und Gentechnologie in die Lehre ein und wurde 1988 zum Professor ernannt. Bei der Gesellschaft für Chemische Technik und Biotechnologie e.V. begleitete er über viele Jahre die Leitung eines Fachausschusses, in dem alle Fachhochschulen mit Chemie- oder Biotechnologie-Fachbereichen in der gesamten Bundesrepublik vertreten waren. 1997 war er bei der Gründung der Provadis GmbH dabei, die seither als Dienstleister die Aus-und Weiterbildung für die Unternehmen im Industriepark Höchst betreibt.

Brunnhöfers lebten zunächst in Schwanheim. 1975 bezogen sie ein eigenes Haus in Hattersheim. 1978 kam Sohn Björn zur Welt.

Familie, Arbeit, Verein – Wie schafft man das? „Das geht schon, wenn es Spaß macht“, sagt Hans Brunnhöfer. Auch wenn das heißt, jeden Abend und an den Wochenenden unterwegs zu sein. Die Familie trug es mit. „Ich hatte immer eine positive Einstellung“, betont der Althandballer.

Die brauchte er vor allem in den vergangenen Jahren. Nach dem 70. Geburtstag stellten die Ärzte eine Autoimmunerkrankung der Wirbelsäule bei ihm fest. Nach einer langwierigen Behandlung hat er sie überstanden. Heute „bin ich froh, dass ich beweglich bin“, freut sich Hans Brunnhöfer darüber, dass er weiterhin als Zuschauer zum Handball gehen kann. Als Ehrenvorsitzender hat er auch weiter aktiv Anteil an den Entwicklungen im Verein. Und: „Ich stehe zur Verfügung, wenn ich gebraucht werde.“ hn

In Hans Brunnhöfers Leben spielen der Handball und der TV Sindlingen eine wichtige Rolle.

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Jahreshauptversammlung 2018

Verein für die Zukunft rüsten

Es kommt Bewegung in den TVS. Bei der Jahreshauptversammlung stellt der Vorstand die Pläne für einen neuen Anbau der Sporthalle vor. Geplant ist ein 200 Quadratmeter großes freistehendes Gebäude am süd-westlichen Eingang der Sporthalle, das mit einer Überdachung an die Halle anschließt. Der Neubau besteht aus einem Geräteraum, einem Übungsraum und einem Büro. Der Vorstand möchte hier unter anderem eine feste Geschäftsstelle einrichten.

Seit Eröffnung der neuen Sporthalle 2011 sind die Mitgliederzahlen von 800 auf 1033 Mitglieder gestiegen. Insgesamt 919 Eintritte und 623 Austritte vermeldet der Verein seitdem. „Wir brauchen dringend eine Geschäftsstelle, um dem hohen administrativen Aufwand gerecht zu werden“, sagt der erste Vorsitzende Michael Sittig. Mit einem Büro unweit der Halle möchte der Vorstand in Zukunft näher am Sportgeschehen sein und so besser auf die Bedürfnisse der Mitglieder eingehen können.

Der Antrag bei der Stadt ist bereits gestellt. Mit der Zustimmung der Vereinsmitglieder bei der Jahreshauptversammlung steht den Plänen jetzt nichts mehr im Weg. Schon Ende diesen Jahres könnten die Bauarbeiten beginnen. „Wir warten nur auf die Zusage der Stadt“, sagt Sittig. Insgesamt 267.000 Euro wird der Anbau kosten. Das Gebäude wird durch die bestehende Heizungsanlage mit Warmwasser versorgt und in die elektronische Lichtsteuerung der Sporthalle eingebunden.

Erst im vergangenen Jahr wurde beschlossen, einen Teil des Turnerheimgeländes in der Farbenstraße zu verkaufen. Dort wo bisher die Zufahrt zu dem Vereinsgebäude war, enstehen bald neue Wohnhäuser. Dafür wird die Einfahrt des Turnerheims ein Stück verlegt. Noch in diesem Jahr sollen die Bauarbeiten beginnen. Die Mitglieder, insbesondere die Tänzer, die hier ihre Kurse haben, sind besorgt. „Wir müssen abwarten, wie wir in dieser Zeit zum Gebäude kommen“, sagt Sittig und bittet die Mitglieder um Geduld. Zur Not müssten die Kurse auf andere Räume ausweichen. Mit einem eingetragenen Wegerecht werden die Sportler aber in Zukunft weiterhin die Parkplätzen des Turnerheims über die Farbenstraße erreichen können.

Auch im Vorstand tut sich was. Nach 28 Jahren erklärt Hans Brunnhöfer, dass er nicht wieder antritt. Seit 1960 ist er Mitglied im Verein.  Von 1990 bis 2002 war er 1. Vorsitzender und danach bis 2018 2. Vorsitzender. Als kleine Überraschung wählten ihn die Vereinsmitglieder zum Ehrenvorsitzenden und bedankten sich für seine langjährige Arbeit.

Seine Position als zweiter Vorsitzender übernimmt Hagen Hermannn. Der dritte Vorsitz geht an Hans Gumb. Damit sind aus den großen Abteilungen des Vereins, nämlich Badminton und Handball, zwei aktive Mitglieder im Vorstand verteten. Peter Bocklet gibt sein Amt als 1. Kassierer an Daniel Fribolin ab und wird 2.Kassierer. Um die Verwaltung der Sporthalle kümmert sich in Zukunft Aristides Tzikas. 1. Vorsitzender bleibt weiterhin Michael Sittig.

„Unser Ziel ist es, den Verein für die Zukunft zu rüsten“, sagt Michael Sittig. Dafür setzt er auf eine Stärkung des Ehrenamtes, den Austausch mit anderen Vereinen und dem Ausbau der Abteilungen und Angebote. Ein neuer Kurs ist die Rehasportgruppe Orthopädie. Sie ergänzt ab sofort die Herzsportgruppe und erweitert das Gesundheitssportangebot.

Für neue Abendkurse wie diesen, braucht der Verein die Räume des Neubaus. Die Halle ist ausgelastet, wie der Belegungsplan zeigt. Drei Schulen, darunter die Ludwig-Weber und die Meisterschule sowie die  Feuerwehr der Stadt Frankfurt nutzen die Räume in der Mockstädter Straße. Ab 16 Uhr trainieren die Abteilungen des Vereins in der Sporthalle.

Mit 527 Mitgliedern ist die Turnabteilung die größte des Vereins. Die Handballer sind mit 294 Mitgliedern die zweitstärkste Patei. Der Verein bietet weiterhin Basketball, Badminton, Judo, Volleyball, Tischtennis, Standarttanz und Country Line Dancing an. Die Ving-Tsun Gruppe gibt es nicht mehr. „Mit unserem Baby-Turnen und dem Kurs „Fit bis 100“ können wir wirklich behaupten, dass unser Angebote von 0-100 geht“, sagt Michael Sittig. Das zeigt sich auch bei der Ehrung der langjährigen Mitglieder. Gerlinde Ehry ist mit 91 Jahren bereits seit 70 Jahren im Verein aktiv.

Der Vorstand des TVS (von links): Michael Sittig, Peter Busch, Daniel Fribolin, Renate Geißler, Peter Bocklet, Greta Zimmermann, Hagen Herrmann, Thorsten Faulstich, Renate Ahlers-Zimmermann, Hans Gumb,Ulrike Grohmann, Klaus Mettin und Ehrenvorsitzender Hans Brunnhöfer.

Auf diese Mitglieder kann der TVS zählen

Mit einer traurigen Nachricht begann die Hauptversammlung des Turnvereins Sindlingen. Zwei Tage zuvor war Mädi Schmidt im Alter von 90 Jahren verstorben. Sie war zeitlebens im Turnverein aktiv und engagierte sich zusammen mit ihrem Mann Alfons auf vielfältige Weise.

Auch der im Vorjahr verstorbenen Mitglieder Heinz Herr, Maria Michalski, Hans „Jupp“ Riegelbeck und Lieselotte Wenz gedachten die rund 45 Besucher der Versammlung.

Später am Abend gab es Anlass, kräftig zu applaudieren. Der Vorstand zeichnete mehrere Mitglieder für ihre jahrzehntelange Vereinstreue aus. Blumen, Wein, die goldene Vereinsnadel und einen Kalender für 2019 mit Fotos aus den Abteilungen erhielten Ute Flegel, Christel Fribolin, Axel Vetter, Monika Winter und Ingrid Sittig für jeweils 40 Jahre Mitgliedschaft. Ute Flegel war aktiv im Turnen und Tanzen, Christel Fribolin im Volleyball und der Gymnastik. Axel Vetter ist Turner, Monika Winter seit 1981 als Übungsleiterin in der Turnabteilung engagiert. Ingrid Sittig ist Volleyballerin, gründete vor 34 Jahren das Mutter-und-Kind-Turnen und später das Babyturnen. „Es ist ein wesentlicher Bestandteil unseres Angebots für Menschen von null bis 100 Jahren“, sagte der bisherige zweite Vorsitzende Hans Brunnhöfer dankbar. Ferner leitet Ingrid Sittig den Lauf- und Walkingtreff und kümmert sich seit 2003 um die Verwaltung und Pflege des Turnerheims.

Für 50 Jahre Zugehörigkeit wurden die Handballer Horst Villmeter und Stefan Bocklet zu Ehrenmitgliedern ernannt. Torwart Villmeter war der erste im Verein, der eines der damals neuen knallgelben Trikots trug, erinnert sich Peter Bocklet. Er war außerdem Mitbegründer der Altherrenmannschaft und lange Zeit zweiter Schriftführer. Stefan Bocklet ist seit seinem achten Lebensjahr Mitglied und Handballer. Er spielte durchgehend im TVS und engagiert sich als Trainer für Jugend, Schüler, Damen und Herren, Abteilungsleiter und Koordinator der Spielgemeinschaft mit dem VfL Zeilsheim sowie als Sportwart. Daneben organisiert er viele Aktivitäten in der Abteilung und war auch maßgeblich an der großen 1200-Jahrfeier auf den Mainwiesen beteiligt.

Kurz nach dem Krieg, im Jahr 1948, trat Gerlinde Ehry in den Turnverein ein, um mit Mädi Schmidt und weiteren jungen Frauen Handball zu spielen. Seit 70 Jahren ist die 91-Jährige „hilfsbereit und immer da, wenn sie gebraucht wurde“, sagte Vorsitzender Michael Sittig. Gerlinde Ehry ist noch immer aktiv in einer der Fit-bis-100-Gruppen des Turnvereins.

Eine ganz besondere Ehrung ließ der Verein Hans Brunnhöfer zukommen. Seit 1960 Mitglied, engagierte er sich in vielen Funktionen für seinen Verein; er war Handballspieler, Schiedsrichter, Klassenleiter im Handballbezirk, Abteilungsleiter, Vorsitzender des TVS von 1990 bis 2002, zweiter Vorsitzender seit 2002 und leistete einen wesentlichen Beitrag zum Bau der vereinseigenen Halle. Nun schied er im Alter von 75 Jahren aus dem Vorstand aus. Die Mitglieder ernannten ihn für sein außerordentliches Engagement zum Ehrenvorsitzenden.

Langjährige Mitglieder ehrte Vorsitzender Michael Sittig (Zweiter von links): (von links) Horst Villmeter, Ingrid Sittig, Axel Vetter, Stefan Bocklet, Gerlinde Ehry, Ute Flegel, Christel Fribolin, Monika Winter und Hans Brunnhöfer.

 

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Easy Step

Wer fetzige Musik mag und Spaß hat, sich im Takt zu bewegen, ist bei „Easy Step“ richtig. Im Rhythmus der Musik geht man eine Art Stufe / Plattform (= Step) hoch und runter.  Im Vordergrund steht das Herz-Kreislauf-Training, also insbesondere Ausdauer und Koordination. Die Schritte sind schnell und einfach zu lernen und werden zu leichten Choreografien kombiniert, bei denen auch Anfänger/-innen ohne Probleme mithalten können.

Besonders gekräftigt werden die Muskeln von Beinen und Po. „Easy Step“ ist trotzdem ein Ganzkörpertraining, da auch Hanteln oder anderen Zusatzgeräte zum Einsatz kommen und Bauch- und Rücken trainiert werden. Nach der Ausdauereinheit bei Musik schließt jede Stunde „Easy Step“, bei der alle Altersstufen willkommen sind, mit Kräftigung und Dehnung der Muskeln ab.

Kurs im TVS:

Mittwochs 19.00 – 20.00 Uhr (Lydia Karell)  TVS Sporthalle, Mockstädterstr.12 in Frankfurt-Sindlingen.

 

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Morgen-Yoga beim TV Sindlingen

Nach dem Ende der Herbstferien bietet Uta Weber als ausgebildete Yogalehrerin wieder beim TV Sindlingen ihren wöchentlichen Yoga-Kurs an, zu dem auch Nicht-Mitglieder herzlich willkommen sind. Der Yoga-Kurs findet donnerstags von 8.30 – 10.00 Uhr in der TVS-Sporthalle, Mockstädter Straße 12, Sindlingen statt. Eine Anmeldung ist nicht notwendig. Interessierte können sich bei einer Schnupper-Stunde informieren. 10er-Karten (die sich auch für andere Angebote des TVS nutzen lassen) können vor Ort erworben werden. Weitere Informationen sind unter der Telefonnummer 069 46090984 zu erhalten.

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Wie ein großes Sommerfest

Nach dem Kinderstadtlauf gibt es Spaß und Spiele

„Wir wussten, was auf uns zukommt“, sagen Romy und Linda Ströer und Janina Wolter. Die drei fünfzehnjährigen Mitglieder der Turnabteilung des TVS Sindlingen haben zum zweiten Mal den Kinderstadtlauf organisiert.

Vergangenes Jahr wurden sie dabei noch von der deutschen Sportjugend unterstützt, diesmal ging es auch so. Allerdings hatten die Mädchen in Thorsten Faulstich und Michael Sittig erfahrene und zuverlässige Helfer.

Die jungen Turnerinnen fingen am Tag des Laufs früh an. Sie stellten Tische und Bänke auf sowie verschiedene Spielstationen, an denen sich die Kinder nach dem sportlichen Start vergnügen konnten: Wasserrutsche, Eierlaufen, Gummistiefel-Weitwurf, Bauerngolf und Reifenwerfern erinnerten ein wenig an die früheren „volkstümlichen Wettkämpfe“ des Vereins. Die Organisatorinnen markierten zudem die Laufstrecken. Sie wiesen eine kürzere Runde für Kinder bis sieben Jahre und eine etwas längere für die Acht- bis Fünfzehnjährigen aus. Kurz vor dem Start nahmen sie Anmeldungen an und gaben Aufkleber aus.

Kurz vor dem Start baten sie alle jungen Läufer zum Aufwärmen. Zumba-Trainerin Giusy Rizzo ließ die Kinder zu flotter Musik auf der Stelle hüpfen, Arme kreisen, Knie heben und vieles mehr. Anschließend zog eine kleine Karawane zum Start auf die Farbenstraße. Nachdem der Bus vorbei war, sperrten Helfer die Fahrbahn. Andere hielten ein rot-weißes Flatterband quer vor die Kinder, die schon mit den Hufen scharrten. Drei, Zwei, Eins: Das Band wird hoch gehoben, die Mädchen und Buben flitzen los.

Alle Kinder werden angefeuert, als sie mehr oder weniger stark schnaufend die letzten Meter bewältigen. Insgesamt beteiligen sich 60 Kinder an dem sportlichen Ereignis.

Beim anschließenden Spielefest ist die Anstrengung schon wieder vergessen. „Ein schönes Event“, findet Familie Wollnik. Ihre Kinder besuchen die Kinderturngruppen des Vereins, die Eltern sind in der Gymnastik aktiv. „Wenn es passt, sind wir immer dabei“, sagen sie: „Das ist wie ein großes Sommerfest. Und alles ist gut organisiert.“

Das dürfte Romy, Linda und Janina freuen.

Für die Drei endet das Fest allerdings schon früh, denn sie sind alle seit vergangenem September im Frauenchor Germania aktiv, und der feiert just an diesem Abend sein 40-jähriges Bestehen. Vereinsmitglieder und Eltern übernehmen dann am Turnerheim. „Morgen früh kommen wir aber wieder zum Abbau“, versichern die Turnerinnen. hn

Lars Simon war der Schnellste.

Und schon geht‘s los! Start des Kinderstadtlaufs in der Farbenstraße.

Medaillen und Urkunden erhielten die jungen Läufer bei der Siegerehrung.

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Im TVS-„Wäldche“

Im Grünen Judoka und Zumba-Kinder

Mit Kinder-Zumba- und Judo-Vorführungen unterhielt der Turnverein Sindlingen die Besucher des Wäldchestags am Turnerheim.

Unter der Anleitung ihrer Übungsleiter Anisha Arenz und Noah Neder zeigten junge Judoka verschiedene Wurf- und Falltechniken. Alle haben schon die ersten Anfänger-Prüfungen hinter sich, wie die verschiedenen farbigen Gürtel zeigen.

Die Schützlinge der Zumba-Trainerin Maria Cecilia Eckmann-Campo waren mit ebenso großem Eifer bei der Sache. Etliche Fotos schossen stolze Eltern, als ihre Kinder der Übungsleiterin durch die Choreographie folgten und dabei durchweg eine gute Figur machten.

Allerdings blieb der Besuch des Traditionsfests hinter den Erwartungen zurück. Das unbeständige Wetter kurz nach dem Pfingstwochenende hielt wohl manchen davon ab zu kommen. Ein kräftiger Regenschauer setzte dem ansonsten schönen und gemütlichen Treiben obendrein ein recht frühes Ende. hn

Zumba macht Spaß, bewiesen die Kinder bei der Vorführung mit ihrer Übungsleiterin Maria Cecilia Eckmann-Campo. Fotos: Michael Sittig

Mit Schwung wirft der junge Judoka seine Gegnerin auf die Matten. Solche Wurf- und Falltechniken gehören zur Grundausbildung.

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Unter Sternen

Kristallball Gepflegter Tanz

Ein besonderes Ereignis im Sindlinger Veranstaltungskalender ist immer wieder der „Kristallball“ des Turnvereins. „Gepflegter Tanz in edlem Ambiente“ sei, so die Abteilungsleiterin der Tanzsportabteilung des TV Sindlingen, Renate Ahlers-Zimmermann, das angestrebte Ziel der Veranstaltung. Einmal mehr bewiesen die Organisatoren ein glückliches Händchen. Über 100 Gäste füllten den festlich geschmückten Saal der katholischen Kirchengemeinde St. Dionysius. Der Ball zieht jedes Jahr Menschen nicht nur aus den verschiedenen Abteilungen des Turnvereins, sondern auch von weiter her an.

Mit einem Wiener Walzer eröffnete die Band „Deja vue“ den Ball. Sogleich strömten etliche Paare aufs Parkett. Bis spät in die Nacht wurde „unter Sternen“ getanzt. Die Decke des Saals war durch die aufwendige Lichttechnik von Hans Otzko in einen schimmernden, leuchtenden Sternenhimmel verwandelt worden. In den Tanzpausen konnten sich die unermüdlichen Tänzer während verschiedener Vorführungen erholen. Unter dem Motto „Alle Träume können wahr werden, wenn wir den Mut haben, ihnen zu folgen“ präsentierte die „Mittwoch 2“-Gruppe der Tanzsportabteilung ihre Show, die mit viel Applaus bedacht wurde. Die Tanzlehrer Jeanette und Andreas Kellner, die auch den Abend moderierten, hatten in etlichen Übungsstunden verschiedenste Tänze mit den Paaren einstudiert.

Anschließend kam die Tanzgruppe Unique aus Zeilsheim aufs Parkett und überzeugte mit ihren aktuellen Tänzen mit Elementen aus Pop und HipHop. Den Abschluss der sehr gelungenen Vorführungen bildete die Zumbatrainerin des TV Sindlingen, Maria Cécilia Eckmann-Campo aus Kolumbien, mit ihrer Zumba Show.

Die Organisatoren waren mit dem Verlauf des Abends rundum zufrieden. Zahlreiche Helfer aus der Tanzsport- und Badmintonabteilung sorgten für einen reibungslosen Ablauf. (Sg)

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Maria Cécilia Eckmann-Campo (links) zeigte Zumba, die Paare tanzten eher klassische Tänze.

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Die Tanzlehrer Jeanette und Andreas Kellner (rechts) dankten Renate Ahlers-Zimmermann und Peter Busch für die Organisation.

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Jeanette und Andreas Kellner als die Schöne und das Biest.

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Die Tanzgruppe „Unique“ aus Zeilsheim.

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Nachwuchs im Vorstand

Neuwahlen bei Jahreshauptversammlung

Die Ergebnisse bei der diesjährigen Jahreshauptversammlung können sich sehen lassen. Der Verein ist mit knapp 1040 Mitgliedern noch immer der größte Verein Sindlingens und auch der Bau der eigenen Sporthalle hat sich ausgezahlt. Tagsüber nutzen die örtlichen Grundschulen die Halle, abends trainieren die Abteilungen des Vereins. Neun Abteilungen bieten zurzeit ein breitgefächertes Sportangebot. Vom Baby- und Eltern-Kind-Turnen über Badminton, Basketball, Handball und Judo bis Tanzsport, Tischtennis, Vin Tsun und Volleyball ist alles vertreten.

Nicht zuletzt dank der Angebote für Hochbetagte („Fit bis 100“) stieg der Mitgliederzuwachs bei den über 60-Jährigen überproportional. Nur der Nachwuchs macht dem Vorstand weiterhin Sorgen. „Es gibt eine Lücke bei den 27- bis 40-Jährigen“, sagte Vorsitzender Michael Sittig.

Umso glücklicher ist man über das neue Gesicht im Vorstand. Bei den Neuwahlen nimmt Hagen Herrmann das Amt des 3. Vorsitzender an. Er löst damit in Zukunft Amtsinhaber Wilfried Kastner ab, der den Vorstand weiterhin als Beisitzer unterstützen wird. „Es ist Zeit, für die nächste Generation Platz zu machen“, sagt Kastner bei der Jahreshauptversammlung. Der 31-jährige Hagen Herrmann ist langjähriges Mitglied beim TVS und in der Handballabteilung aktiv.

Freuen kann sich der Verein auch über die Unterstützung von Renate Geißler, Marijana Bocklet, Peter Busch und Klaus Mettin, die dem Verein als Beisitzer erhalten bleiben. Andreas Rühmkorf (Schriftführer), Thorsten Faulstich (zweiter Schriftführer), Stefan Bocklet (Sportwart) und Greta Zimmermann (Pressewartin) wurden in ihren Ämtern wieder gewählt. Ingrid Sittig und Josef Schmid (Beppi) kümmern sich weiterhin um die Vermietung von Sporthalle und Turnerheim. Für das kommende Jahr möchte der Vorstand weiterhin verstärkt Werbung für das Ehrenamt machen. Außerdem stehen die Kooperation mit Schulen, Kindergärten und anderen Vereinen, die bessere Vertretung in Verbänden sowie Schulung und Weiterbildung auf dem Programm für das Jahr 2017.

Großes Interesse gab es am Teilverkauf des Grundstücks an der Farbenstraße, auf dem das Turnerheim steht. Dort sollen Reihenhäuser gebaut werden. Die Veträge dafür sind unterschrieben, erklärt Vorsitzender Michael Sittig. Das Turnerheim  bleibt dem Verein erhalten. Statt mit dem Geld neue Bauprojekte zu finanzieren, möchte der Vorstand all seine Energie jetzt in die Abteilungen stecken und sich verstärkt um die Qualität des Sportbetriebs kümmern.

Für dieses Jahr plant der TVS die Teilnahme am Gesundheitstag der Stadt Frankfurt am 17. Mai in der Eissporthalle. Weiterhin geplant sind die Ausrichtung von Wäldchesfest (6. Juni) und Stadtlauf für Kinder (10. Juni) sowie die Teilnahme am Ranzenbrunnenfest (2. September).

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Foto von links nach rechts: Klaus Mettin, Renate Geißler, Ingrid Sittig, Wilfried Kastner , Greta Zimmermann, Hagen Herrmann, Peter Busch, Andread Rühmkorf, 1. Kassierer Peter Bocklet, Josef (Beppi) Schmid, Stefan Bocklet, 2.Vorsitzender Hans Brunnhöfer , 1. Vorsitzender Michael Sittig.

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