Turner und Sänger stemmen das Volksradfahren

Nach drei Jahren Pause geht es wieder auf Tour

In einem großen Pulk waren sie über die Mainbrücken geradelt, hatten gegrillt und fröhlich gefeiert: 25 Jahre lang war das Sindlinger Volksradfahren ein echter Höhepunkt im Vereinskalender des Stadtteils gewesen, der zu seinen größten Zeiten bis zu 800 Radler angezogen hatte. Bis vor drei Jahren. Da hatte sich der Radfahrverein entschieden, das große Ereignis nicht mehr anzubieten. «Es war ihnen ganz einfach zu viel geworden», sagt der Vorsitzende des Sindlinger Turnvereins, Michael Sittig, «die Luft war raus.» Mit ein Grund für den Verzicht: Auf dem traditionellen Treffpunkt am Parkplatz «Lachgraben» habe jedwede Infrastruktur gefehlt. Holzbuden für Speisen und Getränke mussten in Eigenleistung aufgebaut werden, Toiletten bestellt und Absperrungen aufgestellt werden. Dazu habe es Probleme mit Strom und Abwasser gegeben. Zu anstrengend für den kleinen Verein, dem es wie so vielen anderen an tatkräftigem Nachwuchs mangelt.
Dennoch: Auf das beliebte Radlerfest möchten die Sindlinger nicht länger verzichten, und so haben die Germania-Chöre und der Turnverein Sindlingen gemeinsam beschlossen, die Organisation zu übernehmen und das Fest wieder aufleben zu lassen. Neuer Startpunkt wird das Turnerheim an der Farbenstraße. «Wir haben bei uns ideale Voraussetzungen», schwärmt Michael Sittig. Der Verein hat sich über die Jahre eine intakte Infrastruktur auf seinem Vereinsgelände geschaffen: Es gibt genug Platz für die Bewirtung, Toiletten und auf dem 4000 Quadratmeter großen Außengelände zudem eine Grillhütte und Platz für ein Zelt. Auch für die Kinder soll es Unterhaltungsmöglichkeiten geben.
«Uns hat das Volksradfahren schon immer am Herzen gelegen», sagt auch Jochen Dollase vom Gesangverein Germania, «unser Verein war ein paar Mal mit so vielen Leuten vertreten, dass wir dafür sogar extra geehrt wurden.» Regelmäßig gesondert geehrt worden seien auch der älteste und jüngste Teilnehmer. «Einer war 82 Jahre alt, braun gebrannt und dynamisch.»
Die alte Route führte die Radlerpulks sieben Kilometer weit über die südliche Werksbrücke des Industrieparks, durch den Schwanheimer Wald und schließlich über die Brücke der B 40 a zurück. «Zuletzt war die Streckenplanung durch die Baustellen auf der Schwanheimer Seite allerdings ein bisschen mühsam», erinnert sich Sittig. Auch ein Grund, warum der Radfahrverein die Sache nicht mehr weiterbetrieben habe. «Wir werden schon eine schöne Strecke finden», da sind sich Michael Sittig und Jochen Dollase sicher. Vielleicht über Okriftel oder den Regionalpark Hattersheim. «Möglichst auf Radwegen mit wenig Straßenüberquerungen.» Schon im September soll es mit dem Neustart losgehen. Nachdruck aus dem Höchster Kreisblatt (juwi / hv)/Logo: Thilo Schütz

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Sporthalle: Neues Herz beginnt zu schlagen

Turnverein nimmt die neue Sporthalle in Betrieb

Nach eineinhalb Jahren Bauzeit ist die neue Sporthalle des TV Sindlingen nun in Betrieb genommen worden. Der Turnverein ist stolz darauf, ein solch umfangreiches Projekt, das sich zu einem wahren Schmuckstück gemausert hat, in die Tat umgesetzt zu haben. Die multifunktionale Sporthalle ist im Gewerbegebiet Sindlingen Süd auf einem knapp 5000 Quadratmeter großen Gelände an der Mockstädter Straße 12 verwirklicht worden. Das Gelände gehört der Stadt Frankfurt und wurde vom Liegenschaftsamt nach Erbbaurecht an den Turnverein Sindlingen vergeben.
Die bebaute Grundfläche der Sporthalle ist fast 1600 Quadratmeter groß. Das Gebäude umfasst eine 45 mal 25 Meter große Sporthalle mit internationalen Maßen und einen zweigeschossigen Anbau mit zwei großen Gymnastikräumen/Multifunktionsräumen sowie alle notwendigen Funktionsräume (vier Umkleidekabinen mit Duschräumen, zwei Umkleide- und Duschräume für Lehrer, beziehungsweise Schiedsrichter, Toilettenräume, Abstellräume und so weiter). Die beiden 150 und 100 Quadratmeter großen Multifunktionsräume sind bestens für sportliche als auch für gesellschaftliche Veranstaltungen geeignet. Insbesondere der im Erdgeschoss gelegene große Veranstaltungsraum wird noch durch eine großzügige Küche mit Vorratsraum ergänzt. Insgesamt ein sehr gelungenes und funktionales Gebäude, das eine Besichtigung lohnend macht.
Zur Chronologie:
Am 31. August 2009 fand in Anwesenheit des damaligen Staatssekretärs des Hessischen Ministeriums des Innern und für Sport, Herrn Boris Rhein, und des für Wirtschaft und Sport zuständigen Stadtrats, Herrn Markus Frank, der erste Spatenstich für dieses große Sporthallenprojekt des TV Sindlingen statt.
Die Grundsteinlegung wurde am 25. September 2009 in Anwesenheit zahlreicher Ehrengäste mit rund 300 Teilnehmern im großen Rahmen auf dem Baugelände gebührend gefeiert. Der Bau der vereinseigenen Sporthalle des TV Sindlingen wurde allerdings in den folgenden Wintermonaten durch eine unfreiwillige Baupause verzögert. Grund für diese Unterbrechung waren fehlende OSB-Platten, die für die Dach- und Seitenwändekonstruktion benötigt wurden. Sie waren trotz der damaligen Baukrise nach gedrosselter Produktion in ganz Europa nicht mehr erhältlich.
Nachdem der Rohbau schließlich weitgehend errichtet war, lud der TVS am 26. März 2010 alle Sindlinger zum Richtfest in die inzwischen überdachte und an den Seitenwänden weitgehend geschlossene Sporthalle ein. Persönliche Einladungen zu diesem für den ganzen Stadtteil wichtigen Ereignis waren zuvor außer an die Vereinsmitglieder und Freunde des Vereins an die Repräsentanten des Landes, der Stadt und des Stadtteils, die Sindlinger Vereine und Institutionen, die bisherigen Sponsoren, Firmen und an die benachbarten Anwohner gerichtet worden. Mehr als 300 Gäste folgten trotz wenig angenehmer Witterungsbedingungen der Einladung. Sie wurden von rund 40 Helfern mit großer Freude und Engagement mit gegrillten Würsten und Getränken versorgt. Am 6. Februar 2011 wurde in der Sporthalle nach ihrer fast vollständigen Vollendung der Spiel- und Trainingsbetrieb vollständig aufgenommen. Auch die Meisterschule hat am 7. Februar mit der Nutzung der Halle für den Sportunterricht begonnen. Außerdem werden vorerst neben dem TV Sindlingen das Phönix-Haus „Unter den Linden“, die Berufsfeuerwehr, eine private Selbstverteidigungsgesellschaft und der 1. Sindlinger Karnevalverein die Räumlichkeiten der Sporthalle regelmäßig nutzen.
Die Jagd nach Punkten hatte bereits nach der Hallenabnahme durch den Hessischen Handballverband vom 23. Januar 2011 mit Verbandspielen von Handball-Jugendmannschaften und mit Verbandsspielen der Volleyball-Damen, die gleich bei ihrem Debüt in der neuen Halle zwei Siege feiern konnten, begonnen. Am 6. Februar wurde der erste wirkliche Heimspieltag der Handballer durchgeführt, bei dem erstmals die in der letzten Saison aufgestiegene Herren- und Damenmannschaft auf das heimische Parkett einlaufen konnten. Bisher war man es gewöhnt, die Heimspiele in Zeilsheim, Höchst, Nied, Griesheim, Goldstein, im Westend oder in der Stadionhalle auszutragen.
Ein solches Projekt ist für einen Verein mit rund 800 Mitgliedern eine gewaltige Herausforderung, die nur mit großer finanzieller und ideeller Unterstützung von innen und außen realisiert werden kann. Darüber hinaus haben außerordentliche Eigenleistungen der Mitglieder beim Bau einen wichtigen Anteil für die Realisierung beigesteuert. So wurden beispielsweise viele Außen- und Innenwände, die gesamte Decke, alle Streicharbeiten, die komplette Außenfassade, Erdarbeiten und zahlreiche weitere wichtige Beiträge in Eigenleistung umgesetzt und haben diesen für ein solches Projekt sehr niedrigen Errichtungspreis erst ermöglicht. Nur mit diesem enormen Engagement vieler Vereinsmitglieder war die Realisierung dieses Bauvorhabens möglich. Einen außerordentlichen Beitrag leisteten die Vereinsmitglieder Norbert Neder als hochkarätiger Architekt und Rudolf Schiffer als Statiker.
Da die Belastung durch Hypotheken die Leistungsfähigkeit des Vereins nicht überfordern darf, wurden durch verschiedene Aktionen die Vereinsmitglieder und Bürger sowie Firmen um Unterstützung gebeten werden. So ist schon im Jahre 2009 eine „Bausteinaktion“ angelaufen, bei der sich  Personen und Firmen an repräsentativer Stelle im Eingangsbereich der Sporthalle verewigen können. Mit einem Betrag in Höhe von 50 Euro kann ein Baustein, auf dem der Name des Spenders eingraviert ist, erworben werden. Für mindestens 200 Euro kann ein Schild mit Namen, Logo oder einer anderen Grafik versehen werden und auf einer Wand einen repräsentativen Platz erhalten. Auch für Firmen gibt es interessante Werbemöglichkeiten im Zusammenhang mit dem Bau und Betrieb der Sportstätte. Nähere Informationen sind www.tv-sindlingen.de zu erhalten. Der TV Sindlingen ist für jede Unterstützung sehr dankbar.
Die Unterstützung durch die Sindlinger Bevölkerung war bisher außerordentlich groß. So haben bereits viele Bürger sich bei der Bausteinaktion engagiert und viele Vereine haben ihre Unterstützung durch die Bereitstellung von namhaften Geldbeträgen zum Ausdruck gebracht. Weiterhin gab es tolle Aktionen, die das Spendenaufkommen für den Bau der Sporthalle erhöhten. So wurden beispielsweise von der Arbeiterwohlfahrt, dem VDK und der katholischen Kirche St. Dionysius – St. Kilian ein Weihnachtskonzert ausgerichtet oder Faschingsfeste beim Kinderfaschingsumzug im Hof von Michael Reisch veranstaltet, deren Erlös dem Bau der Sporthalle zugute kamen. Insgesamt sind bisher Spenden in Höhe von rund 50.000 Euro zusammengekommen. Das reicht selbstverständlich nicht aus. Deshalb hoffen die Verantwortliche auf weitere Unterstützung, um das große Rad stemmen zu können.
Auch wenn die Halle nun in Betrieb geht, ist der Turnverein Sindlingen noch mit vielen Fragen für das „Handling“ einer solchen Großanlage im Dauereinsatz. Weil auch die Außenanlage sich noch nicht in einem gut präsentierbaren Zustand befindet, haben sich die Verantwortlichen entschieden, die offizielle Halleneröffnung in eine vom Wetter her freundlichere Jahreszeit zu verlegen. Geplant ist ein Eröffnungsgala in der Sporthalle am Samstag, 30. April, als „Tanz in den Mai“ und voraussichtlich am Samstag, 28. Mai, die offizielle Eröffnungsfeier mit Vorführungen und Reden. Doch bis dahin besteht für alle interessierten Mitbürger die Möglichkeit, die neuen Räume fast täglich zu besichtigen. Machen Sie davon Gebrauch, Sie werden positiv überrascht sein.
Die Vollendung dieses Projektes wird nicht nur dem Turnverein Sindlingen, sondern allen Sindlinger Vereinen und Institutionen zusätzliche Möglichkeiten eröffnen. HB

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Fasching 2011 – HIMMEL UND HÖLLE DES TVS!!!

Auch 2011 hieß es beim TVS wieder Helau in Hattersheim und Sindlingen. Unter dem Motto “Himmel und Hölle des TVS” zogen am Faschings-Samstag närrische Teufel und Engel durch die Straßen von Hattersheim.  Auch der Umzugswagen war ganz im Zeichen des Faschings-Mottos gestaltet worden. Nachdem die Erwachsenen in Hattersheim am Samstag kräftig Fasching feiern durften, hieß es am Rosenmontag “Helau Sindlingen” beim mittlerweile traditionellen Kinderfaschingsumzug des SKV in Sindlingen. Hier konnten die kleinen TVS Teufelchen und Engelchen zeigen, was in Ihnen steckt und dass sie genauso närrisch sein können, wie die Großen.

Wir freuen uns auf ein dreifach donnerndes Helau 2012!!!!

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